Ich biete Unternehmen an, Social-Media-Posts zu erstellen und ihre Veröffentlichung über Postiz zu planen. Du kannst beide Leistungen zusammen nutzen oder mir vorhandene Beiträge zum Einplanen geben. Themen, Tonalität, Kanäle und Termine stimmen wir miteinander ab; veröffentlicht werden die freigegebenen Inhalte.
Mein Angebot: Inhalte erstellen und Veröffentlichung planen
Social-Media-Posts erstellen lassen: Aus deinen Themen, Angeboten und vorhandenen Materialien formuliere ich Beiträge für die vereinbarten Kanäle. Dazu gehören der Beitragstext, ein passender Einstieg und eine klare Handlungsaufforderung. Welche Bilder oder Videos wir benötigen und wer sie liefert, klären wir vorab. Du erhältst die Entwürfe zur Prüfung und Freigabe.
Vorhandene Beiträge geplant veröffentlichen: Wenn deine Inhalte bereits fertig sind, übernehme ich die Planung über Postiz. Wir legen fest, welcher Beitrag auf welchem Kanal zu welchem Termin erscheinen soll. Dafür musst du keine eigene Postiz-Installation betreiben.
Beides kombinieren: Ich erstelle die Beiträge, wir stimmen sie ab, und ich plane die freigegebenen Fassungen ein. So entsteht ein überschaubarer Redaktionsplan statt einzelner spontaner Veröffentlichungen.
So läuft die Zusammenarbeit ab
- Ziele und Material klären: Wen möchtest du erreichen, welche Themen sind relevant und welche Texte, Bilder oder Videos gibt es bereits?
- Umfang und Kanäle vereinbaren: Wir legen die Anzahl der Beiträge, die Plattformen und den Veröffentlichungsrhythmus fest. Vor dem Start prüfen wir die erforderlichen Kontozugriffe und verfügbaren Anbindungen.
- Beiträge abstimmen: Du prüfst die Entwürfe auf Aussagen, Ton und Darstellung deines Unternehmens. Korrekturen erfolgen vor der Freigabe.
- Veröffentlichung einplanen: Ich übertrage die freigegebenen Inhalte in Postiz und plane die vereinbarten Termine. Den Umgang mit nachträglichen Änderungen und fehlgeschlagenen Veröffentlichungen stimmen wir ebenfalls ab.
Die unten beschriebenen Kanäle und Automatisierungen gehören zu meinen eigenen Projekten. Welche Anbindungen wir für dein Unternehmen nutzen können, prüfen wir konkret: Eine ausstehende Plattformfreigabe lässt sich durch den Redaktionsplan nicht ersetzen.
Social-Media-Beiträge und Veröffentlichungsplanung anfragen.
Aus meiner Praxis: Postiz auf dem eigenen Server
Für meine eigenen Social-Media-Kanäle nutze ich keinen SaaS-Dienst mehr, sondern die Open-Source-Software Postiz auf meinem eigenen Server. Sie läuft ohne Docker neben meinen Websites, plant Beiträge für YouTube, LinkedIn, Facebook, Instagram, Bluesky und weitere Netzwerke und lässt sich per API aus meinen Automatisierungen ansteuern. Die Installation war machbar. Der eigentliche Aufwand sind die Freigaben der Plattformen.
Warum selbst hosten?
Vorher habe ich einen SaaS-Dienst für die Planung genutzt. Mit der Zeit kamen immer mehr Kanäle und Projekte dazu: mein Freelancer-Auftritt, das EU-Quiz InsightEUQuiz in drei Sprachen, dazu automatisch erzeugte Videos. Ich wollte:
- alle Kanäle an einem Ort, ohne zusätzliche Kosten pro Kanal oder Marke
- eine offene API, die meine eigenen Skripte und mein Agent Hermes nutzen können
- volle Kontrolle über Einstellungen, die ein fertiger Dienst nicht anbietet
Postiz ist Open Source (AGPL-3.0) und genau für diesen Zweck gebaut. Den Quellcode findest du auf GitHub, die Anleitungen zum Selbsthosten in der offiziellen Dokumentation.
Die Ausgangslage: ein Server, auf dem alles läuft
Postiz sollte auf meinem bestehenden Webserver laufen, einem VPS mit Plesk und 8 GB Arbeitsspeicher. Darauf laufen alle meine Websites. Ein Absturz oder Datenverlust wäre teuer. Deshalb galten von Anfang an strenge Regeln: Postiz läuft nur im eigenen Benutzerverzeichnis, an der Serverkonfiguration wird nichts verändert, und der Arbeitsspeicher bleibt immer im Blick.
Installation ohne Docker
Der übliche Weg ist Docker Compose. Ich wollte auf diesem Server aber kein Docker. Postiz läuft auch direkt aus dem Quellcode, nur muss man die Bausteine dann selbst bereitstellen:
- PostgreSQL: Plesk bot auf dem Server keine PostgreSQL-Datenbank an. Deshalb läuft eine eigene kleine PostgreSQL-Instanz im Benutzerverzeichnis, nur lokal erreichbar.
- Redis: war schon vorhanden.
- Temporal: steuert bei Postiz die geplanten Abläufe. Statt eines vollen Temporal-Clusters läuft die schlanke Variante der Temporal-CLI mit SQLite-Datenbank, mit niedriger Priorität und rund 150 MB Speicherbedarf. Ein Cron-Eintrag startet sie nach einem Neustart und prüft alle fünf Minuten, ob sie noch läuft.
Diese Temporal-Variante beschreibt meinen eigenen Aufbau und ist keine Empfehlung für Kundenbetrieb. Der Temporal-Entwicklungsserver ist ausdrücklich nicht für Produktion vorgesehen. Für verlässliche Kundenveröffentlichungen muss die Betriebsumgebung dafür geeignet sein; ein Cron-Neustart ersetzt weder Überwachung noch geprüfte Wiederherstellung.
Den Zugang schränke ich durch deaktivierte offene Registrierung und eine Anmeldung ein. Zusätzlich verhindere ich die Suchmaschinenindexierung; das ist jedoch keine Zugriffssicherung. Die Backups des Servers holt sich meine NAS regelmäßig ab.
Angebundene Kanäle
Aktuell sind in Postiz angebunden:
- YouTube: zwei Kanäle, für Shopware und für das Quiz
- LinkedIn: Profil und Unternehmensseiten
- Facebook: Seiten für meine Projekte
- Instagram: drei Konten für das Quiz, eins pro Sprache
- Bluesky und Google Unternehmensprofil
- Pinterest und TikTok: angebunden, warten aber noch auf die Freigabe der jeweiligen App
Automatisierung per API
Der größte Gewinn ist die API. Meine Abläufe liefern ihre Ergebnisse direkt an Postiz:
- Die Quiz-Shorts werden alle zwei Wochen im Voraus hochgeladen und eingeplant.
- Die Shopware-News-Videos landen als Entwurf, den ich freigebe.
- Nach der Freigabe gehen die passenden Beiträge auf LinkedIn und Facebook automatisch raus.
Eigene Anpassungen
Für YouTube fehlten mir in Postiz drei Einstellungen: Videosprache, Kategorie und Playlist. Ein kleiner Patch setzt sie jetzt automatisch. Bei LinkedIn waren zusätzliche Berechtigungen nötig. Beide Patches muss ich nach jedem Postiz-Update neu einspielen. Die Originaldateien bleiben dafür erhalten.
Die Stolpersteine
- Der Server fand sich selbst nicht. Die DNS-Server des Hosters lösten die eigene Subdomain nicht auf, also konnte Postiz seine eigenen Uploads nicht abrufen. Gelöst ist das mit einer festen Zuordnung beim Start.
- YouTube-Neuverbindung. Nach dem erneuten Verbinden eines Kanals landete das neue Token in einem temporären Eintrag, und der eigentliche Kanal behielt das abgelaufene. Das musste ich von Hand korrigieren.
- Irreführende Fehlermeldungen. In meinem eingesetzten Stand erschien beim Setzen eines YouTube-Vorschaubilds „Konto nicht verifiziert“, obwohl diese Meldung die eigentliche Ursache nicht erklärte.
- Die Plattform-Freigaben. Meta will eine App im Live-Modus, LinkedIn verlangt für manche Schnittstellen eine verifizierte Firmenzuordnung, Pinterest einen Antrag auf Standardzugriff, und TikTok hat meine App zweimal abgelehnt: einmal wegen Eigennutzung, einmal wegen der Website-Adresse auf einer Subdomain.
Gerade der letzte Punkt kostet mehr Zeit als die ganze Installation. Wer selbst hostet, braucht für viele Netzwerke eine eigene App und muss deren Prüfverfahren durchlaufen. Ein SaaS-Dienst nimmt dir genau das ab.
Selbst hosten oder SaaS?
Selbst hosten lohnt sich, wenn:
- du viele Kanäle oder mehrere Marken planst
- du Beiträge automatisch aus eigenen Systemen erzeugst
- du ohnehin einen Server betreibst und dich um Updates kümmern kannst
Ein SaaS-Dienst ist besser, wenn:
- du nur wenige Kanäle hast und einfach posten willst
- du keine Zeit für Updates, Patches und Plattform-Freigaben hast
- dir Support wichtiger ist als volle Kontrolle
Ich habe beides genutzt. Vor Postiz war ich mit Nuelink* unterwegs, und zwei Dinge kann ein SaaS-Dienst wie Nuelink klar besser:
- Netzwerke per Klick anbinden. Nuelink bringt eigene, bereits freigegebene Apps mit. Du musst nicht bei Meta, LinkedIn, TikTok oder Pinterest um jede Freigabe kämpfen.
- Beiträge direkt aus dem KI-Chat. Über MCP und Connectoren lässt du dir Beiträge aus einem KI-Assistenten wie Claude heraus erstellen und einplanen, ohne eigene Skripte.
Für einen Einzelunternehmer mit wenigen Kanälen ist so ein Dienst deshalb oft die bessere Wahl. Für meinen Aufbau mit vielen Kanälen und viel eigener Automatisierung ist Postiz passender.
* Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link ein Abo abschließt, bekomme ich eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Häufige Fragen
Braucht Postiz Docker?
Nein. Docker ist der empfohlene Weg, aber Postiz läuft auch direkt aus dem Quellcode. Dann musst du PostgreSQL, Redis und Temporal selbst bereitstellen.
Wie viel Arbeitsspeicher braucht Postiz?
Laut Dokumentation reichen 2 GB nur für eine einfache Installation mit wenig Betrieb. Als empfohlenen Ausgangspunkt nennt die Dokumentation 8 GB. Mein gemeinsam genutzter Server ist keine allgemeine Größenempfehlung. Entscheidend sind Last, Dienste und Reserven; der Entwicklungsserver ist kein geeigneter Ersatz für Produktionskapazität.
Ist Postiz kostenlos?
Die Software ist Open Source. Kosten entstehen für den Server und deine Zeit für Einrichtung und Pflege.
Muss ich Postiz selbst bedienen, wenn ich dich beauftrage?
Nein. Du kannst mir fertige Beiträge geben oder die Texte von mir erstellen lassen. Wir stimmen Kanäle, Umfang und Freigabe ab; ich übernehme die vereinbarte Planung. Antworten auf Kommentare, Anzeigenbetreuung und zusätzliche Medienproduktion gehören nur dazu, wenn wir sie ausdrücklich vereinbaren.