Produkttexte sind eines der am meisten unterschätzten Elemente in Shopware-Shops. Entweder sind sie reine SEO-Texte ohne Verkaufswirkung oder marketinglastige Werbetexte ohne Suchmaschinen-Relevanz.
Dabei ist die eigentliche Frage falsch gestellt. In erfolgreichen Shopware-Shops sind Produkttexte SEO- und Conversion-optimiert zugleich – wenn sie richtig aufgebaut sind.
Dieser Artikel zeigt praxisnah:
- wie Produkttexte strukturiert sein sollten
- wie AI sinnvoll unterstützen kann (und wo nicht)
- was in echten Shopware-Shops wirklich funktioniert
1. Die richtige Struktur für Produkttexte
1.1 Nutzer lesen nicht – sie scannen
Die meisten Nutzer lesen Produkttexte nicht von oben nach unten. Sie scannen nach relevanten Informationen. Deshalb ist Struktur wichtiger als Wortanzahl.
1.2 Bewährte Struktur für Shopware-Produkte
- Kurzbeschreibung (Above the fold): 2–3 Sätze mit dem wichtigsten Nutzen
- Bullet Points: klare Vorteile, Eigenschaften, USPs
- Detailbeschreibung: Material, Einsatz, Besonderheiten
- FAQ-ähnlicher Abschnitt: häufige Kundenfragen
Diese Struktur funktioniert sowohl für SEO als auch für Conversion.
2. SEO-Text vs. Conversion-Text – ein falscher Gegensatz
2.1 Was Google wirklich braucht
Google bewertet keine „SEO-Texte“, sondern hilfreichen Content. Entscheidend sind:
- klare Themenzuordnung
- relevante Begriffe im Kontext
- Struktur und Lesbarkeit
2.2 Was Nutzer brauchen
- klare Antworten auf Fragen
- Vertrauen (Material, Herkunft, Qualität)
- Entscheidungshilfe
Ein guter Produkttext erfüllt beides – ohne Keyword-Stuffing und ohne Marketing-Blabla.
3. AI-Unterstützung sinnvoll nutzen
3.1 Was AI gut kann
- Textentwürfe auf Basis vorhandener Daten
- Varianten für ähnliche Produkte
- Strukturvorschläge
3.2 Wo AI an Grenzen stößt
- echte USPs erkennen
- rechtlich saubere Aussagen treffen
- Zielgruppen wirklich verstehen
AI ist ein Werkzeug – kein Ersatz für Fachwissen. In guten Projekten wird AI unterstützend, nicht ersetzend eingesetzt.
4. Beispiele aus echten Shopware-Shops
Beispiel 1: Technisches Produkt
Statt eines Fließtextes:
- klare Bullet Points zu Kompatibilität
- technische Daten strukturiert
- Anwendungsfälle statt Marketing-Sprache
Beispiel 2: Emotionales Produkt
Fokus auf:
- Anwendungs- und Geschenk-Szenarien
- Material & Verarbeitung
- Storytelling in Maßen
Beispiel 3: Viele Varianten
Erfolgreiche Shops:
- nutzen eine Basisbeschreibung
- ergänzen variantenspezifische Infos
- vermeiden Duplicate Content
5. Mini-Checkliste für bessere Produkttexte
- klarer Nutzen in den ersten Sekunden
- strukturierte Inhalte statt Textwüsten
- echte Fragen beantworten
- AI nur als Unterstützung nutzen
- Texte regelmäßig überprüfen und optimieren
Fazit
Produkttexte in Shopware müssen sich nicht zwischen SEO und Conversion entscheiden. Beides gehört zusammen.
Wer strukturiert schreibt, Nutzer versteht und AI sinnvoll einsetzt, erreicht bessere Rankings und höhere Conversion-Raten.
Mein Ansatz
Ich arbeite Shopware-only und unterstütze Händler bei:
- Content- & SEO-Strategien
- Optimierung von Produkt- & Kategorietexten
- AI-gestützter, aber kontrollierter Content-Erstellung
Wenn du wissen willst, wo deine Produkttexte bremsen – und wo sie verkaufen könnten, lass uns sprechen.