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Multi-Sales-Channel in Shopware: Best Practices aus echten Projekten

Multi-Sales-Channels gehören zu den größten Stärken von Shopware – und gleichzeitig zu den häufigsten Ursachen für SEO- und Strukturprobleme.

In der Praxis sehe ich immer wieder Shops mit:

  • unnötig vielen Sales Channels
  • Duplicate Content
  • unklaren Domain-Strukturen
  • verlorener Sichtbarkeit bei Google

Dieser Artikel zeigt Best Practices aus echten Projekten: Wann Multi-Sales-Channels sinnvoll sind – und wann sie mehr schaden als nutzen.

Was bedeutet Multi-Sales-Channel in Shopware?

In Shopware kann jeder Sales Channel eine eigene Kombination aus:

  • Domain
  • Sprache
  • Währung
  • Sortiment
  • Preisen & Regeln

Technisch ist das flexibel – strategisch aber gefährlich, wenn keine klare Struktur dahintersteht.

Domains vs. Subfolder – die zentrale Entscheidung

Variante 1: Eigene Domains

Beispiel:

  • meineshop.de → Deutschland
  • meineshop.at → Österreich

Vorteile:

  • hohes Vertrauen bei lokalen Nutzern
  • klare Länderzuordnung

Nachteile:

  • Duplicate Content bei identischen Inhalten
  • getrennte Domain-Autorität
  • höherer SEO-Aufwand

Variante 2: Subfolder

Beispiel:

  • meineshop.com/de
  • meineshop.com/at
  • meineshop.com/en

Vorteile:

  • eine starke Domain
  • geringeres Duplicate-Content-Risiko
  • klarere SEO-Signale

Nachteile:

  • weniger lokaler Trust als ccTLDs
  • saubere hreflang-Pflege zwingend nötig

Die größten SEO-Risiken bei Multi-Sales-Channels

1. Duplicate Content

Besonders kritisch bei:

  • Deutschland & Österreich (beides Deutsch)
  • identischen Produkt- & Kategorietexten

Google entscheidet dann selbst, welche Version rankt – die andere verliert Sichtbarkeit.

2. Falsche oder fehlende hreflang-Tags

Ohne korrekt gesetztes hreflang:

  • werden Länder falsch zugeordnet
  • entsteht interner SEO-Konkurrenzdruck

3. Zu viele Sales Channels

Jeder zusätzliche Sales Channel erhöht:

  • Komplexität
  • Fehleranfälligkeit
  • Pflegeaufwand

Mehr ist hier fast nie besser.

Wann getrennte Sales Channels wirklich Sinn machen

Getrennte Sales Channels sind sinnvoll, wenn:

  • unterschiedliche Sprachen genutzt werden
  • abweichende Preise oder Sortimente existieren
  • rechtliche Anforderungen stark variieren
  • B2B und B2C getrennt abgebildet werden sollen

Wann ein einziger Sales Channel ausreicht

Ein gemeinsamer Sales Channel ist oft besser, wenn:

  • Inhalte nahezu identisch sind
  • nur Sprache oder Währung variiert
  • SEO im Fokus steht

In vielen Projekten ist ein sauber konfigurierter Sales Channel mit mehreren Sprachen die stabilere Lösung.

Best Practice aus Projekten

Die beste Lösung ist selten „technisch maximal“, sondern strategisch sinnvoll:

  • so wenig Sales Channels wie möglich
  • so viel Differenzierung wie nötig
  • SEO von Anfang an mitdenken

Fazit

Multi-Sales-Channels sind ein mächtiges Werkzeug – aber nur mit klarer Struktur.

Die wichtigste Entscheidung ist nicht:
„Wie viele Sales Channels können wir bauen?“

Sondern:
„Welche Struktur bringt uns langfristig Sichtbarkeit und Stabilität?“

Mein Ansatz

Ich arbeite Shopware-only und unterstütze Händler bei:

  • Sales-Channel-Strategie
  • SEO-sicheren Domain- & Sprachkonzepten
  • Aufräumen bestehender Fehlstrukturen

Wenn du unsicher bist, ob deine Multi-Sales-Channel-Struktur sinnvoll ist, lass uns darüber sprechen – bevor SEO-Sichtbarkeit verloren geht.

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