WebDev Insights: Entdecken Sie die Welt der Webentwicklung und PHP

Von Shopware bis PHP: Deine Ressource für erfolgreichen E-Commerce

Performance-Optimierung in Shopware: Checkliste für Live-Shops

Performance ist kein Nice-to-have. In Live-Shops entscheidet sie direkt über Conversion, SEO und Umsatz.

Trotzdem sehe ich in Projekten immer wieder:

  • aktive Caches, die nichts bringen
  • Datenbanken als Flaschenhals
  • Plugins, die den Shop ausbremsen
  • unrealistische Performance-Erwartungen

Diese Checkliste zeigt, wo sich Performance-Probleme wirklich verstecken – und was sich in Live-Shops realistisch optimieren lässt.

1. Caching – die wichtigste Stellschraube

HTTP-Cache korrekt nutzen

Shopware bringt einen leistungsfähigen HTTP-Cache mit – aber nur, wenn er richtig konfiguriert ist.

  • Cache aktivieren und testen
  • Cookies prüfen, die den Cache invalidieren
  • Keine unnötigen personalisierten Inhalte im Listing

Reverse Proxy & CDN

Für größere Shops ist ein vorgeschalteter Cache (z. B. Varnish oder CDN) Pflicht.

  • statische Assets auslagern
  • Time-to-First-Byte reduzieren
  • internationale Ladezeiten verbessern

2. Datenbank – oft der unterschätzte Flaschenhals

Indexe & Abfragen

Viele Performance-Probleme entstehen nicht im Frontend, sondern durch ineffiziente Datenbankabfragen.

  • fehlende oder falsche Indexe
  • komplexe Filter im Listing
  • Plugins mit schlechten Queries

Daten aufräumen

Testdaten, alte Varianten und ungenutzte Entitäten bremsen:

  • Produkt- und Variantendaten bereinigen
  • alte Sales Channels entfernen
  • verwaiste Medien löschen

3. Plugins als Performance-Killer

Weniger ist mehr

Jedes Plugin greift in den Request ein. In vielen Shops sind Plugins der Hauptgrund für schlechte Performance.

  • ungenutzte Plugins deaktivieren
  • ähnliche Plugins zusammenfassen
  • Custom-Lösungen statt Plugin-Stapel prüfen

Code-Qualität entscheidet

Typische Plugin-Probleme:

  • Datenbankzugriffe im Template
  • Events ohne Bedingung abonniert
  • keine Caching-Strategie

4. Frontend & Assets

  • Bilder in WebP oder AVIF
  • Lazy Loading konsequent nutzen
  • CSS & JavaScript bündeln
  • keine unnötigen Third-Party-Skripte

5. Realistische Performance-Benchmarks

Was ist realistisch?

  • Time to First Byte: < 500 ms
  • Largest Contentful Paint: < 2,5 s
  • Produktdetailseite: < 1,5–2 s

Wichtig: Performance ist immer ein Zusammenspiel aus Hosting, Konfiguration, Plugins und Datenmenge.

Was kein realistisches Ziel ist

  • Perfekte Lighthouse-Scores trotz Personalisierung
  • Maximalwerte mit 30+ Plugins
  • Shopware wie eine statische Webseite behandeln

Checkliste für Live-Shops

  • HTTP-Cache aktiv und getestet
  • Datenbank regelmäßig analysiert
  • Plugins kritisch hinterfragt
  • Frontend-Assets optimiert
  • Messbare Ziele definiert

Fazit

Performance-Optimierung in Shopware ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Wer systematisch vorgeht, erzielt oft große Verbesserungen ohne Relaunch oder Systemwechsel.

Mein Ansatz

Ich arbeite Shopware-only und unterstütze Live-Shops bei:

  • Performance-Audits
  • Plugin- & Code-Analyse
  • realistischen Optimierungsstrategien

Wenn dein Shop langsam ist, lass uns zuerst messen – und dann gezielt optimieren.

Related Articles